Jun 23

MySpace hat schon wieder Profile gelöscht :(

Tag: LatexEmma Lee @ 22:56

Myspace ist eine tolle Community, mit Millionen von Mitgliedern. Tolle Menschen kann man dort treffen und sich ihre Profile anschauen. Myspace ist das beste Beispiel eines funktionierenden Web 2.0. Das heißt soviel wie, das die User sich selbst unterhalten, indem sie ihr Profil frei gestalten, mit Bildern und Musik versehen und es ihren Freunden sichtbar machen.

Einst wurde Myspace von zwei Studenten in den USA gegründet. Schnell entwickelte sich die Plattform zur absolut erfolgreichsten Web 2.0 Plattform im Netz. Mittlerweile ist gehört ein Myspace Profil zu jedem Künstler, jedem Star und zu jedem ganz gewöhnlichem Teenager der was auf sich hält. Über 180 Millionen Menschen haben bereits ein Myspace Profil und die Tendenz ist steigend. Myspace wurde in sehr kurzer Zeit so erfolgreich, das Rupert Murdoch, einer der größten Medienmogule der USA für die stolze Summe von 480 Mio. US Dollar die Plattform von den Studenten kaufte und diese in sein Medienimperium eingliederte.

Mittlerweile gibt es Myspace auf jeder beliebigen Sprache und die Plattform wächst und wächst, doch mit dem Wachstum scheint auch das Problem von ungewollten Profilen zu wachsen. Viele verschiedene Szenen haben sich in Myspace eingerichtet und deren Mitglieder sind alle untereinander vernetzt. So wundert es auch nicht, das die Fetisch und Latexszene recht aktiv auf Myspace ist. Keine Fetischparty, kein Fetischmodel und kein Latexliebhaber der nicht auf Myspace vertreten ist und Gleichgesinnte im Web 2.0 treffen und sich mit ihnen austauschen möchte. Wäre da nicht die prüde Myspace Polizei, die ein Auge darauf hat, das die Werte nicht verfallen und rigoros Profile löschen und zwar ohne Vorankündigung.

Rubberdoll Emmas’ Profil könnt ihr mit einem Klick auf das Bild oder hier readden!

Gerade Fetischprofile scheinen die Myspace Fahnder im Fadenkreuz zu haben. Es scheint so als wären Latextragende Menschen etwas verwerfliches und schädliches für die Mitmenschen. Natürlich muss auf Jugendschutz geachtet werden und so ist eine Darstellung einer Gummimöse sicherlich nichts, was ins Öffentliche Web 2.0 gehört. Doch muss man sich fragen, wo endet die Skala zwischen pervers und verrucht und genial und erotisch? Latex ist mittlerweile in jedem Hollywoodfilm zu sehen. Ob Batman oder Underworld Evolution, die Protagonisten tragen alle Latexcatsuits und schlagen und schiessen mit Waffen um sich.

Es fällt aber auf, das mittlerweile auch Profile von ganz gewöhnlichen Latexmodelabeln plötzlich verschwinden, auf denen kein einziges Foto irgendwie verrucht oder pervers ist, sondern den strengen Mspace Regeln gerecht wird. Wie kann das passieren? Myspace äussert sich auf Anfrage grundsätzlich nicht und so kann man rätseln, ob sich Hacker über ein Profil hergemacht haben oder aber ob Myspace ganz still und leise die Fetischszene löscht, weil diese einfach ein Störfaktor ist? Man wird es wohl nie wirklich erfahren.

Und so wird auch in Zukunft kein Tag vergehen, wo nicht ein Fetischfreund um erneute Aufnahme in den Fetischfreundeskreis bittet und Stunden und Stunden damit verbringt sein Profil zu gestalten, nur damit es in wenigen Tagen wieder von Myspace gelöscht wird. Ganz heimlich und ohne Vorankündigung. Vielleicht ist das auch schon das Web 2.1 . Man weiß es nicht genau ;)

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